Als Berufscoach bin ich eine glühende Verfechterin von Praktika. Es gibt keinen schnelleren und besseren Weg, um herauszufinden, ob ein Beruf zu einem passt oder nicht. Beim Schuhekauf probieren wir diese ja vorher auch an (siehe auch meinen früheren Blogbeitrag zur Thema Berufsorientierung). Das Buch „Das Traumjob-Experiment“ von Jannike Stöhr bricht auf leicht lesbare Weise eine Lanze für dieses Vorgehen. Mit Ende 20 beschleicht die Autorin – bis dato als Personalerin angestellt in einem großen deutschen Unternehmen – das Gefühl, dass dies beruflich noch nicht alles gewesen sein kann. Sie packt ihren Mut und ihr Erspartes und gibt sich ein Jahr Zeit um durch verschiedenste Praktika ihrem Taumjob auf die Schliche zu kommen. Am Schluss sind es 30 und die Schreiberin ist um viele Erkenntnisse, Erfahrungen und Kontakte reicher. Dieses Buch ist ideal für junge wie auch berufserfahrene Menschen, die sich beruflich orientieren müssen – oder wollen. Weniger, um durch das Lesen den eigenen Traumjob zu finden (die einzelnen Berufserfahrungen sind zwar knapp und lebendig beschrieben, erlauben aber nur einen ersten Eindruck vom jeweiligen Arbeitsalltag und sind auch nur wieder Erfahrungen aus zweiter Hand). Sondern vielmehr um Ideen zu kriegen, wie man an die Berufssuche rangehen kann. Es braucht auch nicht gleich 30 Praktika. Eine gute Vorarbeit bezüglich eigener Interessen und Stärken – beispielsweise durch ein Coaching – lässt die Anzahl der lohnenswerten Praktika und den Zeitaufwand auf ein sinnvolles und machbares Minimum eingrenzen. Praktium? Auf jeden Fall ein sinnvoller Weg!

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